Das Meeting 1913 ist auch die letzte bedeutende Luftfahrtveranstaltung vor dem Ersten Weltkrieg. Es genießt einen internationalen Stellenwert und gleicht einer Stadt, die in der Ebene von Bétheny errichtet wird, mit einer beeindruckenden provisorischen Infrastruktur namens Aéropolis, die innerhalb weniger Monate entstanden ist, und eine technische und menschliche Herausforderung darstellt, die es bisher noch nicht gegeben hat. Das Gebiet nördlich von Reims eignet sich ganz besonders für solche Ereignisse: das Gebiet ist verkehrstechnisch gut erschlossen, es liegt topografisch ideal, und kann auf dem Ansehen ähnlicher Veranstaltungen vergangener Jahre aufbauen. In nur einer Woche sind nahezu eine Million Besucher zu verzeichnen und auch die höchsten nationalen und internationalen Machthaber geben sich ein Stelldichein. Das Event ist von höchster Attraktivität und die gesamte zivile und militärische Gesellschaft möchte Augenzeuge dieser faszinierenden Leistungen sein. Ein Jahr später befindet sich in diesem Sektor die Front und löscht alle materiellen Spuren dieser glorreichen Vergangenheit aus.


Am 29. September 1913 überrascht ein Buchhalter aus Reims, Maurice Prévost, die Besucher und Fachleute mit dem Gewinn des Gordon-Bennett-Cups. Sein Deperdussin Monocoque Racer ist eigens für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt, und übertrifft gar den Wert von 200km/h. Damit stellt er einen neuen Rekord auf und macht einen riesigen Schritt in eine Zukunft, die der Luftfahrt noch atemberaubende Fortschritte vorbehalten sollte. Maurice Prévost ruht heute unweit vom Ort seiner großen Erfolge im Süden von Reims, und die Büste, die auf seinem Grabstein angebracht ist, zeugt von seiner Berufung als Flugpionier.