Bei den olympischen Spielen in Stockholm 1912 sind die deutschen Athleten den französischen Sportlern überlegen, und der Kontext der damaligen Zeit wollte es, dass Frankreich diese wenig glorreichen Ergebnisse nicht einfach hinnehmen konnte. Auf der Suche nach einer neuen Philosophie der sportlichen Vorbereitung wandte man sich an den Kapitänleutnant Georges Hebert, der den Ruf eines hervorragenden Sportlehrers genoss, nachdem er in Lorient mehrere Marineschützen-Kommandos ausgebildet und trainiert hatte. Sein Leitsatz richtet sich nach den natürlichen Methoden nach griechischem Vorbild: die Nacktheit des Körpers verbessert die Harmonie der Bewegungen und damit die Leistung.

 

Melchior de Polignac (Vorsitzender des Champagnerhauses Pommery)  ist von der Methode Georges Heberts überzeugt. Daraus entstand das Collège d’athlètes in Reims, im Park und mit der finanziellen Unterstützung von Melchior de Polignac, die notwendig war, um die Gebäude und Sporteinrichtungen errichten zu können. Dies ist eine Premiere in Frankreich und am 19. Oktober 1913 eröffnet Präsident Präsident  Raymond Poincaré diese hochmoderne Sportanlage. Die Sportstätte wird nicht lange genutzt, da ein Großteil der Anlage im Ersten Weltkrieg zerstört wird und auch einige der Athleten  (Jean Bouin…) ums Leben kommen, was jedoch nichts daran ändert, dass sich die Idee von professionellen Sporterziehern ein für alle Mal durchgesetzt hat. Einige der Pavillons wurden restauriert und sind neben der Laufbahn auch heute noch im Parc de Champagne zu sehen.