Marne
Manifestation viticole de Bar-sur-Aube ( Champagne) - via Wikimedia commons
Saturday, 1 April, 1911

 

Die Winzer in der Champagne haben es zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht leicht: denn ungünstige Wetterverhältnisse gepaart mit der Reblaus Phylloxera kennzeichnen dieses erste Jahrzehnt. Die schlechten Ernteerträge zwingen einige der großen Champagnerhäuser dazu, sich zum Nachteil der Winzer in der Champagne, in an deren Regionen nach geeigneten Trauben umzusehen. Damit ist die Winzerinnung jedoch nicht einverstanden: sie lehnt sich dagegen auf, zur Ausarbeitung von Champagner Trauben aus anderen Regionen heranzuziehen. Die Protestbewegung der Winzer gewinnt an Bedeutung und entwickelt sich zu einem regelrechten Aufstand, der dazu führt, dass die Standorte der "betrügerischen" Händler in Aÿ und Epernay in der Nacht vom 11. auf den 12. April 1911 geplündert und in Brand gesetzt werden. Auch die Armee kann die Plünderungen nicht verhindern, verhaftet jedoch die Rädelsführer. Auch die Winzer aus dem Aube protestieren.
 
Der Erste Weltkrieg zögert die geforderten Reformen zwar hinaus, es ist jedoch festzuhalten, dass die Jahre 1914, 1915 und 1917 zu den besten Jahrgängen des 20. Jahrhunderts zählen. 
 
Erst ein Gesetzestext vom 22. Juli 1927 bestätigt die geografische Eingrenzung für die kontrollierte Herkunftsbezeichnung (AOC) und zwingt die Champagnerhersteller dazu, für die Ausarbeitung des  "Champagner" genannten Weines ausschließlich Trauben zu verwenden, die aus diesem Bereich stammen. 
 
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